Donau Radwanderweg Teil 2

Donau Radwanderweg Teil 2

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Mit dem Fahrrad die Donau von der Quelle bis zur Mündung fahren.

Den ersten Teil von Donaueschingen bis Wien habe ich letztes Jahr solo absolviert.
Nun geht es von Wien Richtung Schwarzes Meer (konkret bis nach Russe in Bulgarien) und dieses Mal habe ich 3 Mitstreiter.
Schurli ist von Beginn mit dabei, Wolfgang ab Budapest und Lisbeth ab Negotin (beim Eisernen Tor).

Für nächstes Jahr steht dann noch das Donaudelta auf dem Programm.

Von Kladovo nach Negodin

ReiseberichtPosted by GObi 25 Sep, 2016 06:44:07

Zum Frühstücken sind wir von Kostol wieder in die Fußgängerzone von Kladovo zurückgefahren. Kaffee und ein Platz an der Sonne vom Katteehaus und etwas zum Essen von der Bäckerei gegenüber. So lässt es sich leben.

Da immer wieder mal Ladegeräte, Doppelstecker oder andere Kleinteile zurückbleiben konnten wir bei einem chinesischem „Wir haben Alles“ Laden“ (ähnlich unseren 1€ Shops) für Ersatz sorgen. Ich hatte dort schon am Vorabend „Gummi-Ringerl“ als Ersatz für die gerissene Sensor-Befestigung meines Fahrradcomputers bekommen.

Noch ein kurzer Stopp beim Supermarkt (Obst und Riegel) und am Parkplatz spricht uns ein alter Herr an der in Bregenz gearbeitet hat. Die Menschen hier in der Gegend (Grenzbereich zu Rumänien und Bulgarien) sind alle sehr freundlich und gesprächsbereit.
Als wir ein Stück weiter die Überreste der Trajansbrücke besichtigt haben hat uns ein anderer alter Mann angesprochen der – Ihr ahnt es schon – auch in Bregenz gearbeitet hat.
Nein, der nict!


Der war es.

Unser heutiger Gastgeber, der Eigentümer der Villa Deluxe in Negodin hat uns erklärt, dass hier viele Walachen (romanisch sprechende Volksgruppe) leben. Viele von ihnen arbeiten im Ausland als Gastarbeiter, kommen aber überwiegend wieder zurück. Er kann je nach Dorf sagen wo sie wahrscheinlich gearbeitet haben. Viele aus Kladovo eben in Vorarlberg.


Jetzt aber ein wenig Geschichte zur Trajansbrücke:
Diese Römerbrücke war die erste dauerhafte Donaubrücke im südosteuropäischen Raum.
Sie blieb zwar nur etwa 150 Jahre stehen, aber erst 1.000 Jahre später wurde woanders eine längere Brücke gebaut.
https://de.wikipedia.org/wiki/Trajansbrücke

Wir waren heute fast ausschließlich auf Nebenstraßen unterwegs und hatten so - einer langen Donauschleife folgend - 80 Kilometer statt 40 Kilometer nach Negodin. Bei 1A Radwetter ein echtes Vergnügen!

Ein gutes Stück des Weges waren Schotterstraßen entlang dem Donauufer.

Leider war der Weg an einer Stelle durch einen Erdrutsch versperrt und wir mussten einen Umweg mit Bergwertung auf losem Schotter machen. Da half nur Absteigen und Schieben.

Schurli der uns wieder einmal ein gutes Stück voraus war (Wolfgang und ich fotografieren einfach zu viel) musste bei der versperrten Stelle umdrehen und hat dabei auch gleich Bekanntschaft mit den Brombeersträuchern gemacht. Ein Stück weiter konnten wir von der Hauptstraße wieder zur Donau zurück und den Uferweg bis zur letzten Staustufe der Donau, dem Kraftwerk Eisernes Tor 2, genießen.

Bei unserer Fahrt neben der Donau haben wir das Kreuzfahrtschiff Nestroy gesichtet auf dem 2 Freunde von Schurli unterwegs sind. Er hat versucht sie an der Schleuse zu erreichen, aber der Weg zur Schleusenanlage war zu weit und durch einen Grenzübergang noch deutlich verzögert.
Dafür hat er den Grenzbeamten mit seiner halben Ausreise und Einreise erhebliches Kopfzerbrechen bereitet.

In Negotin haben wir dann bis ½ 8 auf den Elite-Bus warten müssen.
Die hatten bei den Grenzübergängen auch erhebliche Zeitverluste.
Beim Abendessen wurden wir in der Gruppe herzlich aufgenommen und waren denn nicht mehr zu Dritt sondern 16 Rad- und 1 Busfahrer.
Aber davon mehr ab morgen …

Tag 18:
Wetter: Durchgehend sonnig.
Morgentemperatur: 8 Grad,
Mittagstemperatur über 20 Grad.
Schon wieder perfektes Radwetter.

Distanz: 88 km
Gesamt: 1465 km
Zielort: Negodin

Technik:
Keine Probleme





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